Seit mehr als 20 Jahren hielt sich VW dem Produktionsstandort USA fern. Nun läuft die Produktion wieder und zwar in Chattanooga im Bundesstaat Tennesse. Derzeit wird hier der neue Passat gefertigt, dessen Verkauf im Herbst 2011 beginnen soll. Die Ziele sind hochgesteckt. Nicht nur der Passat soll ein Verkaufsschlager werden. Durch die Ansiedlung in den USA hat VW den Fuß in der Tür beim wichtigsten und härtesten Automarkt der Welt. Die USA sollen VW auf dem Weg zum weltgrößten Autobauer beistehen. Die Erreichung dieses Titels ist für 2018 geplant.
Das Werk selbst soll jedes Jahr 150.000 Passat speziell für den amerikanischen Automarkt produzieren. 2.000 Mitarbeiter sind dafür zuständig, diese Zielstellung zu erreichen. VW-Chef Martin Winterkorn beruhigt aber die Mitarbeiter am Standort Emden, wo ebenfalls der Passat gefertigt wird. Der deutsche und der amerikanische Passat unterscheiden sich sehr. Vor allen Dingen in der Größe sind große Unterschiede bemerkbar. Der Passat soll in den USA für 20.000 Dollar zuzüglich Steuern verkauft werden. Das ist eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz.
Für die Menschen in Chattanooga und Umgebung bedeutet die Ansiedlung von VW vor allem Arbeitsplätze. Zu den eigenen 2.000 Stellen im Werk wird mit 10.000 weiteren Jobs in der Region durch die Ansiedlung von Zulieferern gerechnet. Auch der Ausbau der eigenen Produktionsstätte wird nicht ausgeschlossen. Der Bau wurde in der Art errichtet, dass bei Bedarf problemlos angebaut werden kann.
Das Ansehen von VW ist gegenwärtig in den USA nicht allzu hoch. Sogar die Koreaner Hyundai und Kia liegen auf der Beliebtheitsskala vor VW. Ganz zu schweigen von den Topsellern mit so bekannten Namen wie General Motors, Ford und Toyota. Harte Konkurrenz also, die neben dem US-Passat ebenfalls mit dem neuen Beetle und dem Jetta, welcher in Mexico gefertigt wird, ausgestochen werden soll. Ob es gelingt, wir werden es in der Zukunft sehen.
Mercedes und BMW sind VW in diesem Punkt seit Langem voraus. Ihre Produktion läuft in den Staaten bereits seit einigen Jahren auf Hochtouren. Sie bedienen das Segment der Geländewagen. Diese erfahren in den USA eine hohe Nachfrage. Nach VW zieht nunmehr Audi die Errichtung eines Werkes in den Vereinigten Staaten in Erwägung.
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