28
Jun

Audi und die Umwelt – das passt (noch nicht ganz) zusammen

Audi baut moderne Autos. Das steht außer Frage. Derzeit geht es dabei hauptsächlich darum, wie in Zukunft die Ausscheidung schädlicher Klimagase drastisch gesenkt werden kann. Audi hat da seine ganz eigenen Ideen. Im Rahmen der Aktion „Audi balanced mobility“ will sich Audi unter anderem am Bau von vier Windkrafträdern in der Nordsee beteiligen. Kein schlechter Gedanke. Erneuerbare Energien sind Energien der Zukunft und die Nutzung der Windkraft gehört eindeutig dazu. Damit Audi zeigen kann, dass es dem Konzern mit dem Umweltschutz ernst ist, erhalten 100 ausgewählte Personen die Möglichkeit, mit dem Hubschrauber zum Offshore-Windpark zu fliegen. Doch das ist nun ganz und gar nicht im Sinne von Klimaschutz. Immerhin waren zwei Hubschrauberflüge nötig, um die Gästeschar an den Ort des Geschehens zu transportieren. Zudem wurden acht VW-Busse als Shuttles eingesetzt. Im Endeffekt kommt man auf den Ausstoß von 35,7 Tonnen CO2 für das gesamte Event. Zum Vergleich: Eine solche Menge stößt ein Audi A1 1.6 TDI auf insgesamt 360.000 km aus. Aber es ist ja noch nicht soweit mit der Umsetzung des Klimaschutzes.

Selbstverständlich war diese Aktion von Audi nicht planlos. Zuerst muss man den Menschen sein Engagement und seine Pläne vorstellen, um sie vom eigenen Tun zu überzeugen und ihre Unterstützung zu erlangen. Der Bau der Windräder ist eng mit den Zukunftsplänen Audis verbunden. Sie sollen die Energie für die elektrogetriebenen Autos des Audi-Konzerns liefern. Derzeit hält die Palette solche allerdings noch nicht bereit. Ab 2013 ist ein Audi A3 mit Erdgasantrieb geplant. Ein Teil der Windenergie soll dafür per Elektrolyse Wasserstoff produzieren. Aus diesem wiederum wird synthetisches Methan gewonnen, mit dem der neue Audi A3 betankt werden kann. Mehr ist aber von Audi derzeit zum Thema Klimaschutz nicht zu erwarten. Es wird hauptsächlich philosophiert, konkrete Pläne liegen noch nicht vor. Geträumt wird von einem Audi R8 e-tron. Über die Realisierung hat man aber bisher noch kein Wort verloren.

Trotzdem war das PR-Event für Audi ein großer Erfolg. Laut den Medien ist Audi die „zukünftige Nummer eins der CO2-neutralen Mobilität“. Ein hochgestecktes Ziel. Wünschen wir Audi nur, dass es dieses auch erreichen wird. Dann wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz getan.

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